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VW Dresden

Besuch bei VW in der Gläsernen Manufaktur

In Dresden steht eine von 48 Volkswagen Automobilfertigungsstätten. Das besondere am Standort Dresden ist, dass es nicht eine Fabrik sondern eine Manufaktur ist. Zudem ist sie als einzige nicht durch Zäune eingegrenzt. Die fertiglackierten Fahrzeugkarossen kommen aus dem nicht weit entferneten Kamenz, danach wird in Dresden zusammen gebaut.

Die Auswahl

Bei VW hat man die Wahl, wie das (Traum-)Auto aussehen soll.
Man kann zwischen verschiedenen Lacktönen, Sitzen, Türen, Audiosystemen und vielem mehr wählen. Natürlich geschieht dies auf einem Level von High-Tech, so dass man an einem großen Tisch sitzt, zum Beispiel die Lackfarbe (auf einem Modell) auf den Tisch stellt und das digitale Modell auf einem Flachbildschirm dann diese Lackfarbe annimmt. Das wiederholt man dann mit allen Komponenten. Am Ende steht das eigene Auto.

Die Fahrzeuge

Zur Auswahl steht eigentlich nur der Phaeton und der Phaeton mit langem Radstand. Auch der Pasat CC und Touareg sind in Dresden bestellbar, aber nicht anpassbar.
Natürlich wird bei solch teuren Fahrzeugen Wert auf Qualität gelegt. So durchfährt jeder Wagen die Qualitätskontrolle. Dort werden auch nochmal eventuelle Mängel ausgebessert und der Lack untersucht - in drei verschiedenen Lichtern (dem europäischen, dem afrikanischen und nordamerikanischem Sonnenlicht angepasst).
Danach geht es auf die Teststrecke unter der Manufaktur (2 x 250 Meter) und auf die Straßen Dresdens (20 Kilometer). Erst wenn dann noch keine Mängel aufgetreten sind, kann das Auto gekauft werden.

Der Phaeton

Der Phaeton ist nicht nur Metall, zusammengeschraubt durch Roboter. Nein, da er aus Dresden kommt, ist es viel mehr ein Fahrzeug aus Menschenhand. Denn in der Manufaktur arbeiten größtenteils nur Gesellen und Meister, die ihr Handwerk verstehen.
Eigentlich ist jeder Phaeton, der das Werk verlässt, anders. Jeder kann ihn sich so Ausstatten lassen, wie er ihn will. Zwischen hellem Leder und dunklem Leder liegen noch ungefähr 20 andere Farbtöne und Beschaffenheiten.
Welche Farbe sollen die Hölzer der Armaturen haben? Welche Funktionen benötigt das Lenkrad oder der Sitz? Eher ein Pianoschwarz oder ein Schwarzton mit Metalliceffekt? Solche Fragen (und noch mehr) muss sich der Käufer des neuen Wagens stellen, wenn er hinter den Kullissen der Manufaktur sitzt und sein Auto kreiert.


Die Manufaktur

Die Gläserne Manufaktur in Dresden, unweit von der historischen Altstadt entfernt, besteht aus 27.500 m² Glas. Das ist etwas mehr, als Parkett (24.000 m²). Der Fahrzeugturm hat eine Höhe von 40 Metern, für 280 Fahrzeuge. Der Münchener Architekt Prof. Gunter Henn sorgte dafür, dass am 27.07. 1999 der Grundstein gelegt und die Manufaktur am 11.12. 2011 eröffnet wurde. Die Manufaktur beherbergt auch das vom Hotel Kempinski geführte Restaurant Lesage.
Der Besucherbereich wird dominiert von runden Kanten, die Fertigung eher von rechten Winkeln. Es existieren sechs Lautsprecher vor der Manufaktur, die die Glaswände beschallen, damit keine Vögel dagegen fliegen. In der neuen 500 m² großen Lounge kann man sich immer die Fahrzeuge ansehen, die in Dresden produziert werden und einen neuen VW.


Die Veranstaltungen

Ganz neu in der Gläsernen Manufaktur ist die Nachtschicht. Jeden Donnerstag können Besucher der Manufaktur von 21:00 - 22:30 Uhr an einer nächtlichen Führung durch das Gebäude teilnehmen. Wer will, kann auch schon 19:00 Uhr im Lesage ein zwei-Gänge-Menü inklusive Getränk genießen. Der Preis für Nachtschicht beträgt 5 € und 3 € ermäßigt. Die Nachtschicht plus (Lesage) kostet 25 € p.P..
Der nächste Kinderkochkurs findet am 24.07. im Lesage statt. Danach erst wieder am 25.09. und 27.11..
Klassik picknickt heißt es am 25.06. wieder ab 20:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr). Seit 2008 kommt die Staatskapelle vor die Gläserne Manufaktur und jeder Dresdner ist eingeladen. Der Eintritt kostet 5 €.
Zur Museumssommernacht am 09.07. gibt es Führungen im fünf-Minuten-Takt. Zu sehen gibt es auch Ausstellungsexponate der vergangenen 10 Jahre.
Auch die Sachsen Classic findet dieses Jahr wieder an der Gläsernen Manufaktur statt. Am 18.08. rollen die Vorkriegsfahrzeuge durch die Stadt.